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<title>Sand</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Sand</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Sand</b> ist ein natürlich vorkommendes, unverfestigtes <a href="Sediment" class="mw-redirect" title="Sediment">Sediment</a>, das sich überwiegend aus Mineralkörnern mit einer <a href="Korngr%C3%B6%C3%9Fe" title="Korngröße">Korngröße</a> von 0,063 bis 2 <a href="Meter#Gebräuchliche_dezimale_Vielfache" title="Meter">Millimeter</a> zusammensetzt. Sand ist also im Mittel gröber als <a href="Schluff" title="Schluff">Schluff</a> (Korngröße überwiegend 0,002 bis 0,063 Millimeter) und feiner als <a href="Kies" title="Kies">Kies</a> (Korngröße überwiegend 2 bis 63 Millimeter). Sand zählt außerdem zu den <a href="Nicht_bindiger_Boden" class="mw-redirect" title="Nicht bindiger Boden">nicht bindigen Böden</a>.
</p><p>Die Bezeichnung „Sand“ ist <i>nicht</i> abhängig von der mineralischen Zusammensetzung. Der größte Teil der Sande besteht jedoch mehrheitlich aus <a href="Quarz" title="Quarz">Quarz</a>körnern. Vor allem dieser <a href="Quarzsand" title="Quarzsand">Quarzsand</a> ist ein bedeutender Rohstoff für das <a href="Bauwesen" title="Bauwesen">Bauwesen</a> sowie für die <a href="Glasindustrie" title="Glasindustrie">Glas-</a> und <a href="Halbleiter" title="Halbleiter">Halbleiterindustrie</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Etymologie">Etymologie</h2></div>
<p>Das <a href="Urgermanische_Sprache" title="Urgermanische Sprache">altgerm.</a> Wort <a href="Mittelhochdeutsch" class="mw-redirect" title="Mittelhochdeutsch">mhd.</a>, <a href="Althochdeutsch" class="mw-redirect" title="Althochdeutsch">ahd.</a> <i>sant</i> ist verwandt mit <a href="Griechische_Sprache" title="Griechische Sprache">griech.</a> <i>ámathos</i> „Sand“; die weiteren Beziehungen sind nicht völlig geklärt.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entstehung">Entstehung</h2></div>
<p>Der erste Sand der <a href="Erdgeschichte" class="mw-redirect" title="Erdgeschichte">Erdgeschichte</a> entstand aus <a href="Magmatisches_Gestein" title="Magmatisches Gestein">magmatischen</a> und <a href="Metamorphes_Gestein" title="Metamorphes Gestein">metamorphen Gesteinen</a> (z. B. <a href="Granit" title="Granit">Granit</a> oder <a href="Gneis" title="Gneis">Gneisen</a>), die durch physikalische <a href="Verwitterung" title="Verwitterung">Verwitterung</a> in kleinere Blöcke oder, bedingt durch chemische Verwitterung entsprechend anfälliger Gesteinsbestandteile, direkt in einzelne Mineralkörner zerfielen.
</p><p>Solche Blöcke und Körner werden anfangs durch Schwerkraft, nachfolgend, bei nachlassendem Gefälle, vor allem durch <a href="Wasser" title="Wasser">Wasser</a> von ihrem Ursprungsort weg transportiert (<a href="Erosion_(Geologie)" title="Erosion (Geologie)">Erosion</a>). Durch anhaltenden Wassertransport werden sie mehr oder weniger stark nach Größe und spezifischem Gewicht (abhängig vom Mineral, aus dem sie bestehen) sortiert, indem nach Unterschreiten einer bestimmten Strömungsgeschwindigkeit die größeren Blöcke abgesetzt werden und zurückbleiben und nur noch Körner in Sandgröße und darunter weiter transportiert werden. Auch <a href="Wind" title="Wind">Wind</a> kann Sand transportieren, hat aber aufgrund der geringeren Dichte von Luft generell eine stärkere Sortierwirkung und braucht überdies höhere Geschwindigkeiten. Sobald sich die Strömungsgeschwindigkeit des Transportmediums weit genug verringert, setzen sich die Sandkörner ab – das Ergebnis ist ein sandiges Sediment. Dieses kann bei Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit jedoch wieder in Bewegung geraten, also erodiert werden.
</p><p>Da die <a href="Innere_Oberfl%C3%A4che" title="Innere Oberfläche">innere Oberfläche</a> von Sand größer ist als die eines identischen Volumens gröberer <a href="Korngr%C3%B6%C3%9Fe" title="Korngröße">Korngrößen</a>, kann die Verwitterung bei Sand auf größerer Fläche angreifen, sodass einige Minerale, in geologischen Zeiträumen betrachtet, relativ schnell chemisch in <a href="Tonminerale" title="Tonminerale">Tonminerale</a> umgewandelt oder ganz aufgelöst (z. B. <a href="Feldspat" title="Feldspat">Feldspäte</a>, <a href="Mafische_Minerale" title="Mafische Minerale">mafische Minerale</a> oder <a href="Karbonate" class="mw-redirect" title="Karbonate">Karbonate</a>) werden und ihr Anteil an der Gesamtmenge des Sandes im Vergleich zu chemisch resistenteren Mineralen, wie <a href="Quarz" title="Quarz">Quarz</a>, deutlich abnimmt.
</p><p>Durch mechanische Beanspruchung beim Transport ändern sich Form und Größe der Einzelkörner, indem sie entlang der <a href="Kristall" title="Kristall">Kristallgrenzflächen</a> gespalten oder indem während des Transports Fragmente herausgebrochen werden. Ecken und Kanten werden umso stärker gerundet und abgeschliffen, je länger der Transportweg ist. Dies ist allerdings kein linearer Prozess: Je runder und kleiner die Körner werden, desto widerstandsfähiger sind sie gegen weitere mechanische Veränderungen. Untersuchungen ergaben, dass häufig ein Transportweg von Tausenden von Kilometern nötig ist, um kantige Sandkörner mittlerer Größe auch nur mäßig zu verrunden.
</p><p>Beim Transport entlang von Flussläufen können diese Weglängen nur selten erreicht werden, und auch die stetigen Bewegungen in der Brandungszone einer Küste reichen in den meisten Fällen nicht aus, um die heutzutage feststellbare gute Rundung vieler Sandkörner zu erklären, besonders dann nicht, wenn der Sand hauptsächlich aus widerstandsfähigem Quarz besteht. Erklärt wird dies damit, dass der weitaus größte Teil des heute auf der Erde vorkommenden Sandes der Verwitterung von <a href="Sandstein" title="Sandstein">Sandsteinen</a> entstammt und somit schon mehrere Erosions- und Sedimentationszyklen hinter sich hat: Sand wird abgelagert (<a href="Sedimentation" title="Sedimentation">sedimentiert</a>), überdeckt durch andere Sedimente und dadurch verdichtet. Die Sandkörner werden schließlich während der <a href="Diagenese" title="Diagenese">Diagenese</a> durch ein Bindemittel miteinander verkittet und ein Sandstein entsteht. Wenn ein Sandstein infolge einer <a href="Tektonik" title="Tektonik">tektonischen</a> Hebung wieder an die Erdoberfläche gelangt und dadurch Verwitterung und Erosion ausgesetzt ist, werden die Einzelkörner freipräpariert und beim folgenden Transport wieder ein wenig weiter abgerundet, letztlich abgelagert und es schließt sich ein weiterer Zyklus an. Selbst wenn man eine Zyklusdauer von 200 Millionen Jahren annimmt, so kann ein heutiges, gut gerundetes Quarz-Sandkorn durchaus zehn solcher Zyklen und damit fast die halbe <a href="Erdgeschichte" class="mw-redirect" title="Erdgeschichte">Erdgeschichte</a> durchlaufen haben. Sande als Lockersediment an der Erdoberfläche können immerhin mehr als eine Million Jahre alt sein.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als Sonderfall ist Sand zu sehen, der aus den Kalkskeletten abgestorbener Meerestiere entstanden ist, beispielsweise aus Muschelschalen oder Korallen. In geologischen Zeiträumen betrachtet ist dieser Sand sehr kurzlebig, da die Einzelkörner während der Diagenese normalerweise so stark verändert werden, dass sie nach einer erneuten Heraushebung und Erosion nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form herausgelöst werden können. Zudem verwittert Kalkstein nur in <a href="Arides_Klima" title="Arides Klima">aridem Klima</a> rein physikalisch, ansonsten bevorzugt chemisch, d. h., er wird eher aufgelöst statt in kleine Fragmente zerlegt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begrifflichkeiten"><span id="Einteilung_und_Bezeichnungen"></span><span id="Grand"></span> Begrifflichkeiten</h2></div>
<p>In der <a href="Bodenkunde" title="Bodenkunde">Bodenkunde</a> ist Sandboden die grobkörnigste der vier <a href="Bodenart" title="Bodenart">Hauptbodenarten</a>. Die <a href="Korngr%C3%B6%C3%9Fe" title="Korngröße">Korngröße</a> <i>Sand</i>, die den Hauptanteil im gleichnamigen Sediment ausmacht, reicht nach der im deutschsprachigen Raum bevorzugten Einteilung nach <a href="DIN_4022" title="DIN 4022">DIN 4022</a> von 0,063 bis 2 <a href="Meter#Gebräuchliche_dezimale_Vielfache" title="Meter">mm</a> <a href="%C3%84quivalentdurchmesser" title="Äquivalentdurchmesser">Äquivalentdurchmesser</a> und liegt damit zwischen der Korngröße <a href="Schluff" title="Schluff">Schluff</a> (< 0,063 mm) und <a href="Kies" title="Kies">Kies</a> (> 2 mm). Sand wird weiter unterteilt in:
</p>
<table class="wikitable">
<tbody><tr>
<th>Sand (S/Sa)
</th>
<th>Korngröße
</th></tr>
<tr>
<td>Grobsand (gS/CSa)
</td>
<td>0,63–2 mm
</td></tr>
<tr>
<td>Mittelsand (mS/MSa)
</td>
<td>0,2–0,63 mm
</td></tr>
<tr>
<td>Feinsand (fS/FSa)
</td>
<td>0,063–0,2 mm
</td></tr></tbody></table>
<p>In der Praxis findet man jedoch auch davon in gewissem Umfang abweichende Klassengrenzen und Bezeichnungen:
</p>
<ul><li><i>Feinstsand</i> wird in der Bodenkunde traditionell als 0,125–0,250 mm ausgeschieden – nach DIN wäre diese Korngröße beim Feinsand einzuordnen</li>
<li><i>Grobschluff</i> und Sand werden nach der Einteilung nach <a href="Moritz_von_Engelhardt_(Mineraloge)" title="Moritz von Engelhardt (Mineraloge)">von Engelhardt</a> seit 1953 als <i><a href="Psammit" title="Psammit">Psammite</a></i> bezeichnet (im Gegensatz zu den feinkörnigeren <a href="Pelit" title="Pelit">Peliten</a>).</li>
<li>Gröberer Sand heißt in Norddeutschland <i>Grand</i>, eine Bezeichnung, die auch in der Einteilung nach von Engelhardt für einen Korngrößenbereich verwendet wird, der den größten Teil der Grobsand- und der Feinkiesklasse der DIN-Norm umfasst.</li>
<li>Sande, die hauptsächlich aus Körnern einer <a href="Korngr%C3%B6%C3%9Fe" title="Korngröße">Korngröße</a> bestehen, nennt man <i>gut sortiert</i>, in technischem Zusammenhang auch <i>Einkorn-<a href="Gesteinsk%C3%B6rnung" title="Gesteinskörnung">Gesteinskörnung</a></i>; entsprechend sind <i>schlecht sortierte</i> Sande solche, in denen ein breites Korngrößenspektrum vertreten ist.</li>
<li>Schlechtsortierte Sande mit hohem <i>Feinanteil</i> sind <i><a href="Bindiger_Boden" class="mw-redirect" title="Bindiger Boden">bindiger</a></i> als gutsortierte, <i>feine</i> Sande bindiger als <i>grobe</i>: Sie nehmen – unabhängig von jeweiliger Korngröße und der Gesteinsart – mehr Wasser, aber auch mehr <a href="Bindemittel" title="Bindemittel">Bindemittel</a> auf.</li>
<li>Geringbindige Sande können bei einem gewissen Wassergehalt „verflüssigt“ werden und sind dann unter dem Begriff <a href="Treibsand" title="Treibsand">Treibsand</a> bekannt.</li>
<li><i>Rundsande</i> bestehen primär aus rundlichen Komponenten (wie <a href="Ger%C3%B6ll" title="Geröll">Geröll</a> oder <a href="Kies" title="Kies">Kies</a>), <i>kantige Sande</i> aus ebensolchen Körnern (<a href="Bruchsand" class="mw-redirect" title="Bruchsand">Bruch-</a> und <a href="Brechsand" class="mw-redirect" title="Brechsand">Brechsande</a>). Scharfkantige Sande verhalten sich weniger plastisch, sowohl in der Sedimentation als auch in Baumaterialien, weil sich die Körner verkanten. Sie lassen sich schlechter mischen, sind in <a href="Dispersion_(Chemie)" title="Dispersion (Chemie)">Dispersionen</a> weniger fließfähig und führen zu erhöhtem Werkzeugverschleiß. Mit <a href="Bindemittel" title="Bindemittel">Bindemittel</a> versetzt ergeben sie widerstandsfähige, abrieb- und druckfeste Baumaterialien (siehe dazu auch <a href="#Sand_als_endliche_Ressource">Sand als endliche Ressource</a>).</li>
<li><i><a href="Bruchsand" class="mw-redirect" title="Bruchsand">Bruchsand</a></i>, natürliche scharfkantige Sande als Verwitterungsprodukt</li>
<li><i>Quetschsand</i> ist künstlich hergestellter Sand mit gebrochenen, scharfkantigen Körnern, siehe <a href="Gesteinsk%C3%B6rnung" title="Gesteinskörnung">Gesteinskörnung</a></li>
<li><i><a href="Flugsand" class="mw-redirect" title="Flugsand">Flugsand</a></i> nennt man den infolge seiner Reinheit, seiner geringen Korngröße und seiner guten Sortierung durch den Wind besonders leicht beweglichen Sand. Bei großflächigem Auftreten tritt er oft in Form von <a href="D%C3%BCne" title="Düne">Dünen</a> in Erscheinung.</li>
<li><span id="Flusssand"></span><i>Flusssand</i> ist ein feinkörniger Sand, der in einem Fluss von der Strömung transportiert und dabei sortiert wurde und dessen Körner durch Reibung gerundet wurden. Er ist ausgewaschen und hat somit einen geringen Anteil an Schwebstoffen und an wasserlöslichen Stoffen. Er wird daher gern als Rohstoff in der Bauwirtschaft bzw. für die Betonherstellung verwendet. In <a href="Sandgrube" title="Sandgrube">Sandgruben</a> abgebautes Material muss meist noch gewaschen werden, weil sich tonige und organische Bestandteile angereichert haben.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Zusammensetzung">Zusammensetzung</h2></div>
<p>Da für die Bezeichnung Sand nur die Korngröße, nicht aber die <a href="Mineral" title="Mineral">mineralische</a> Zusammensetzung ausschlaggebend ist, können Sande vielseitig zusammengesetzt sein. Im weit überwiegenden Anteil der heute auf der Erde vorkommenden Sande dominiert der Anteil von Körnern aus <a href="Quarz" title="Quarz">Quarz</a> (SiO<sub>2</sub>) gegenüber anderen Mineralen (<a href="Quarzsand" title="Quarzsand">Quarzsande</a> im weiteren Sinn). Grund dafür ist der hohe Anteil von Quarz in den Gesteinen der Erdkruste sowie seine relativ große Härte (7 auf der 10-stufigen <a href="Friedrich_Mohs" title="Friedrich Mohs">Mohs</a>’schen <a href="H%C3%A4rte#Härteprüfung_nach_Mohs" title="Härte">Härteskala</a>), sowie seine Resistenz gegen chemische Verwitterung. Je nach lokaler Geologie und sonstigen Gegebenheiten können jedoch auch Sande ganz anderer mineralischer Zusammensetzung auftreten.
</p>
<ul><li><i>Karbonatsand</i>, benannt nach seinem Hauptbestandteil Kalziumkarbonat (CaCO<sub>3</sub>), findet sich überwiegend an Stränden von Inseln mit vorgelagertem Korallenriff. Diese werden daher auch engl. <i><span lang="en">back reef sands</span></i> oder, aufgrund ihres relativ hohen Anteils an Korallenbruchstücken, umgangssprachlich „Korallensand“ genannt. Auch ohne vorgelagertes Korallenriff können unter bestimmten Bedingungen, z. B. in Ermangelung von Quarzsand, an Stränden relativ reine Karbonatsande, dann meist aus mehr oder minder gerundeten Bruchstücken von <a href="Mollusken" class="mw-redirect" title="Mollusken">Mollusken</a>gehäusen, akkumulieren, die umgangssprachlich als „Muschelsand“ bezeichnet werden. Molluskenbruchstücke kommen aber auch in quarzdominierten marinen <a href="Sandstrand" class="mw-redirect" title="Sandstrand">Strandsanden</a> häufig vor.</li>
<li>Auf Inseln vulkanischen Ursprungs treten Sande auf, die aus der physikalischen Verwitterung von <a href="Vulkanisches_Gestein" class="mw-redirect" title="Vulkanisches Gestein">Vulkangesteinen</a> hervorgingen. Dazu gehören unter anderem die grünlichen <a href="Olivin" class="mw-redirect" title="Olivin">Olivin</a>- und die dunklen <a href="Basalt" title="Basalt">Basalt</a>sande auf den Hawaii-Inseln. Basaltsand besteht, anders als Olivin- oder Quarzsand, aufgrund der überwiegend mikroskopischen Größe der <a href="Kristallit" title="Kristallit">Mineralkörner</a> des Basaltes nicht aus ebensolchen Mineralkörnern, sondern aus sandkorngroßen Gesteinsbruchstücken. Da die Hawaii-Inseln sowohl vulkanischen Ursprungs als auch von Riffen umgeben sind, kommen an deren Stränden auch gemischt karbonatisch-vulkanische Sande vor.</li>
<li>Während Olivin zu den relativ verwitterungsanfälligen <a href="Schwermineral" title="Schwermineral">Schwermineralen</a> zählt, können verwitterungsbeständigere Schwerminerale wie <a href="Magnetit" title="Magnetit">Magnetit</a>, <a href="Ilmenit" title="Ilmenit">Ilmenit</a>, <a href="Monazit" title="Monazit">Monazit</a> oder <a href="Granat" class="mw-redirect" title="Granat">Granat</a> unter geeigneten Sedimentationsbedingungen auch in größerer Entfernung zu ihrem <a href="Detritus_(Geologie)#Liefergebiet" title="Detritus (Geologie)">Liefergebiet</a> lokal in form sogenannter <i>Schwermineralsande</i> akkumulieren. Einige solcher Anreicherungen erreichen als Schwermetallagerstätten wirtschaftliche Bedeutung.</li>
<li>In extrem trockenen Regionen der Erde können auch Sande aus relativ leicht in Wasser löslichen Mineralen entstehen. Ein Beispiel hierfür ist der feine <a href="Gips" title="Gips">Gips</a>sand, der die weißen Dünen des <a href="White_Sands_National_Monument" class="mw-redirect" title="White Sands National Monument">White Sands National Monument</a> in der <a href="Chihuahua-W%C3%BCste" title="Chihuahua-Wüste">Chihuahua-Wüste</a> in New Mexico bildet.</li></ul>
<p>Neben den natürlich vorkommenden Sanden werden auch künstlich hergestellte feine Mineralgranulate als „Sande“ bezeichnet. Dazu zählt unter anderem als <a href="H%C3%BCttensand" title="Hüttensand">Hüttensand</a> bezeichnete gemahlene <a href="Hochofenschlacke" class="mw-redirect" title="Hochofenschlacke">Hochofenschlacke</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Eigenschaften">Eigenschaften</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mechanische_Eigenschaften">Mechanische Eigenschaften</h3></div>
<p>Die mechanischen Eigenschaften eines Sandes werden von der Beschaffenheit (Form, Größe, Material) der Sandkörner bestimmt.
</p><p>Der <a href="Reibungswinkel" title="Reibungswinkel">Reibungswinkel</a> von Sandkegeln (auch <i>Schüttwinkel</i> bzw. <i>stabiler Hangwinkel</i> genannt) hängt von der <a href="Innere_Reibung" class="mw-redirect" title="Innere Reibung">inneren Reibung</a> eines Sandes ab, die stark von der Form und der <a href="Korngr%C3%B6%C3%9Fenverteilung" class="mw-redirect" title="Korngrößenverteilung">Größenverteilung</a> der Sandkörner beeinflusst wird. Bei natürlichen Sanden mit guter Sortierung oder bei gesiebten Sanden (jeweils geringe <a href="Varianz_(Stochastik)" title="Varianz (Stochastik)">Varianz</a> bei den Korngrößen) liegt er im Falle einer allgemein guten Kornrundung bei 30°, im Falle vorwiegend kantiger Körner bei bis zu 35°. Bei schlecht sortierten Sanden (hohe Varianz bei den Korngrößen) mit dichter Kornpackung (kleinere Körner liegen in Zwischenräumen größerer Körner) kann der Schüttwinkel noch darüber liegen.
</p><p>Die <a href="Rohdichte" title="Rohdichte">Rohdichte</a> (das Raumgewicht) eines trockenen Sandes γ<sub><i>t</i></sub> ergibt sich aus der mittleren Dichte der Sandkörner γ<sub><i>s</i></sub> und dem Anteil des <a href="Porenvolumen_(Boden)" title="Porenvolumen (Boden)">Porenvolumens</a> (Kornzwischenraumvolumens) am Gesamtvolumen <i>n</i> nach der Formel
</p>
<dl><dd><big>γ<sub><i>t</i></sub> = (1 − <i>n</i>) γ<sub>s</sub></big> .<sup id="cite_ref-terzaghi&peck_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-terzaghi&peck-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></dd></dl>
<p>In Mitteleuropa haben Sande ihren Ursprung nicht selten in quarz- und <a href="Feldspat" title="Feldspat">feldspat</a>reichen <a href="Kristallingestein" class="mw-redirect" title="Kristallingestein">Kristallingesteinen</a> wie <a href="Granit" title="Granit">Granit</a> und <a href="Gneis" title="Gneis">Gneis</a>, zumeist aber in <a href="Sandstein" title="Sandstein">(Quarz-)Sandsteinen</a>. Die Körner typischer mitteleuropäischer Sande haben somit eine mittlere Dichte, die ungefähr der von Quarz entspricht (2,6 g/cm³). Für einen Sand mit einem nicht unüblichen Porenvolumen von rund 40 % ergibt sich somit ein Raumgewicht von rund 1,6 g/cm³. Bei wassergesättigten Sanden ist die Dichte des Wassers ρ<sub>H<sub>2</sub>O</sub> (≈ 1 g/cm³) zu berücksichtigen. Die entsprechende Formel lautet
</p>
<dl><dd><big>γ<sub><i>g</i></sub> = (1 − <i>n</i>) γ<sub>s</sub> + <i>n</i> ρ<sub>H<sub>2</sub>O</sub> = γ<sub>s</sub> − <i>n</i> (γ<sub>s</sub> − ρ<sub>H<sub>2</sub>O</sub>)</big> .<sup id="cite_ref-terzaghi&peck_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-terzaghi&peck-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></dd></dl>
<p>Damit ergibt sich für einen typischen mitteleuropäischen Sand mit einem Porenvolumen von rund 40 % bei Wassersättigung ein Raumgewicht von rund 2,0 g/cm³. Generell zu beachten ist, dass auch hier die Kornsortierung, d. h. die Breite des Korngrößenspektrums, einen Einfluss hat, denn je größer die Varianz in der Korngrößenverteilung, desto kleiner der Porenraum und desto größer folglich das Raumgewicht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Thermische_Eigenschaften">Thermische Eigenschaften</h3></div>
<p>Die <a href="W%C3%A4rmeleitf%C3%A4higkeit" title="Wärmeleitfähigkeit">Wärmeleitfähigkeit</a> von Sand hängt, wie u. a. auch die anderer Lockersedimente bzw. Bodenarten, im Wesentlichen von drei Faktoren ab: von der mittleren Wärmeleitfähigkeit des Kornmaterials, z. B. Quarz ≈ 8,0 W/(m·K), vom Porenraumvolumen und vom Wassergehalt im Porenraum (Wassersättigung). So nimmt bei jeweils gleicher mineralischer Zusammensetzung bei trockenem Sand die Wärmeleitfähigkeit mit abnehmendem Porenraumvolumen (zunehmender Kornpackungsdichte) aufgrund der größeren Gesamtkontaktfläche der Körner zu. Noch stärker nimmt die Wärmeleitfähigkeit mit dem Wassersättigungsgrad zu, da Wasser mit 0,6 W/(m·K) ein besserer Wärmeleiter als Luft mit 0,03 W/(m·K) ist. Typische Werte für die Wärmeleitfähigkeit von trockenem Quarzsand(boden) sind 0,3 W/(m·K) (Porenraumvolumen/Festkörpervolumen ≈ 1) bis 0,6 W/(m·K) (Porenraumvolumen/Festkörpervolumen ≈ 0,5). Bei einem Wassersättigungsgrad von 100 % kann der Wert eines geringporösen Sandes bzw. Sandbodens knapp 3,0 W/(m·K) betragen.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verbreitung">Verbreitung</h2></div>
<p>Sand, und in diesem Zusammenhang bezieht sich die Bezeichnung vor allem auf Quarzsand, kommt in mehr oder weniger großer Konzentration überall auf der Erdoberfläche vor. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede in der Größe der Vorkommen, die durch Faktoren wie Ausgangsgestein, <a href="Klima" title="Klima">Klima</a>, regionale und lokale <a href="Geologie" title="Geologie">geologische</a> Gegebenheiten, Relief und Transportmedium bedingt sind. Sand ist ein <a href="Sediment" class="mw-redirect" title="Sediment">Sediment</a> und findet sich daher vor allem in <a href="Sedimentbecken" title="Sedimentbecken">Sedimentbecken</a>. Im <a href="Hochgebirge" title="Hochgebirge">Hochgebirge</a>, einem ausgesprochenen Erosionsgebiet, ist Sand daher nur vereinzelt zu finden, vor allem in <a href="Mor%C3%A4ne" title="Moräne">Moränen</a> von <a href="Gletscher" title="Gletscher">Talgletschern</a> und in den Ablagerungen der <a href="Flie%C3%9Fgew%C3%A4sser" title="Fließgewässer">Fließgewässer</a>. Im <a href="Mittelgebirge" title="Mittelgebirge">Mittelgebirge</a>, aber überwiegend in <a href="Tiefebene" title="Tiefebene">Tiefebenen</a> werden hingegen große Mengen Sand von <a href="M%C3%A4ander_(Flussschlinge)" class="mw-redirect" title="Mäander (Flussschlinge)">mäandrierenden</a> Flüssen transportiert und sedimentiert. Auch am Grund von <a href="See" title="See">Seen</a> gibt es teils mächtige Sandablagerungen, insofern dort größere Flüsse einmünden. Von <a href="Sandbank" title="Sandbank">Sandbänken</a> und Überschwemmungsflächen kann feiner Sand ausgeblasen und über weite Strecken transportiert werden (<a href="%C3%84olischer_Transport" title="Äolischer Transport">äolischer Transport</a>), wie überhaupt das Fehlen einer geschlossenen Vegetationsdecke das Angreifen des Windes begünstigt. So ist für viele Menschen der Begriff „<a href="W%C3%BCste" title="Wüste">Wüste</a>“ mit dem Bild von <a href="D%C3%BCne" title="Düne">Dünen</a> verbunden, und tatsächlich sind große Teile der <a href="Sahara" title="Sahara">Sahara</a> und der <a href="Namib_(W%C3%BCste)" class="mw-redirect" title="Namib (Wüste)">Namib</a> sowie die westasiatischen Wüsten als sog. <a href="Erg_(W%C3%BCste)" title="Erg (Wüste)">Sandwüsten</a> von Sand geprägt (wenn er auch nicht immer in Form von Dünen auftritt). In den kalten <a href="Klimazone" title="Klimazone">Klimazonen</a> sind weite Sandflächen in der Umgebung von Vorlandgletschern und <a href="Inlandeis" class="mw-redirect" title="Inlandeis">Inlandeis</a> zu finden, die man als <a href="Sander" title="Sander">Sander</a> bezeichnet. Die Schmelzwässer der Inlandeisschilde der letzten <a href="Eiszeitalter" title="Eiszeitalter">Eiszeiten</a> sind beispielsweise verantwortlich für den Sandreichtum <a href="Norddeutschland" title="Norddeutschland">Norddeutschlands</a> und insbesondere <a href="Brandenburg" title="Brandenburg">Brandenburgs</a>. Nennenswerte Sandablagerungen gibt es auch, wo Flüsse unter Bildung eines <a href="Flussdelta" title="Flussdelta">Deltas</a> ins <a href="Meer" title="Meer">Meer</a> münden. Der Sand wird dann durch küstenparallele <a href="Meeresstr%C3%B6mung" title="Meeresströmung">Strömungen</a> weiterverteilt und tritt an <a href="Flachk%C3%BCste" title="Flachküste">Flachküsten</a> als <a href="Strand" title="Strand">Strand</a> und Sandbank in Erscheinung. Bei Stürmen wird dieser Sand aufgewühlt und von den Küstenbereichen weg transportiert. So werden durch Flüsse, Strömungen und Stürme große Mengen Sand auf den <a href="Schelf" title="Schelf">Kontinentalschelfen</a> abgelagert, von wo aus Teile durch <a href="Suspensionsstrom" title="Suspensionsstrom">Suspensionsströme</a> bis in die Randbereiche der <a href="Tiefsee-Ebene" class="mw-redirect" title="Tiefsee-Ebene">Tiefsee-Ebenen</a> gelangen.
</p><p>Generell lässt sich auch sagen, dass es dort besonders große Sandvorkommen gibt, wo <a href="Sandstein" title="Sandstein">Sandstein</a> an der Erdoberfläche <a href="Anstehendes_Gestein" title="Anstehendes Gestein">ansteht</a> und somit als Ausgangsmaterial dienen kann. In Gebieten, in denen der Untergrund überwiegend aus <a href="Kalkstein" title="Kalkstein">Kalkstein</a> besteht, und in denen <a href="Humides_Klima" title="Humides Klima">humides Klima</a> herrscht, dominiert hingegen <a href="Verwitterung#Chemische_Verwitterung" title="Verwitterung">chemische Verwitterung</a>: Das Gestein wird eher aufgelöst als zerkleinert und das Gelände weist den typischen Formenschatz des <a href="Karst" title="Karst">Karstes</a> auf. Kalksand hat unter diesen Bedingungen aufgrund seines großen Oberfläche-Volumen-Verhältnisses nur eine geringe Lebensdauer. So lässt sich beispielsweise die weitgehende Abwesenheit von Sandstränden an der <a href="Kroatien" title="Kroatien">kroatischen Küste</a> erklären, denn sowohl an der Küste selbst als auch in weiten Gebieten des Landesinneren <a href="Ausbiss_(Geologie)" class="mw-redirect" title="Ausbiss (Geologie)">beißen</a> ausschließlich karbonatische Gesteine aus (<a href="Dinarisches_Gebirge" title="Dinarisches Gebirge">dinarischer</a> Karst). Weiterhin spielt die chemische Verwitterung auch in den kontinentalen, immerfeuchten <a href="Tropen" title="Tropen">Tropen</a> eine bedeutende Rolle, und auch hier sind aus diesem Grund größere Sandvorkommen eher selten.
</p><p>Durch Wind bewegter Sand und andere feinkörnige Sedimente können nach dem Prinzip des <a href="Sandstrahlgebl%C3%A4se" title="Sandstrahlgebläse">Sandstrahlgebläses</a> an Felsformationen <a href="Korrasion" title="Korrasion">Korrasion</a> (Windschliff, Winderosion) bewirken und charakteristische, mitunter bizarre Erosionsformen, beispielsweise <a href="Windkanter" title="Windkanter">Windkanter</a>, <a href="Pilzfelsen" title="Pilzfelsen">Pilzfelsen</a> oder <a href="Yardang" title="Yardang">Yardangs</a>, herausbilden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sand_als_Lebensraum">Sand als Lebensraum</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="An_Land">An Land</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Mitteleuropa">Mitteleuropa</h4></div>
<p>Reine Sandböden bestehen in Mitteleuropa, wie fast überall auf der Welt, zum allergrößten Teil aus Quarzkörnern. Die durch Sandböden gekennzeichneten Tiefländer Nordmitteleuropas werden auch als <a href="Geest" title="Geest">Geest</a> bezeichnet. Sie sind das Resultat <a href="Pleistoz%C3%A4n" title="Pleistozän">pleistozäner</a> Sandablagerungen. In Mittel- und Süddeutschland bestehen Sandbodenlandschaften vor allem in Gegenden, in denen die Sand-, Schluff- und Tonsteine der <a href="Buntsandstein" title="Buntsandstein">Buntsandstein</a>-Serie großflächig ausbeißen.
</p><p>Quarzsandböden gehören zu den am wenigsten fruchtbaren <a href="Bodenart" title="Bodenart">Bodenarten</a>, da Minerale, die bei ihrer Verwitterung Nährstoffe freisetzen bzw. speichern können, in solchen Böden kaum zur Verfügung stehen. Auch versickert Wasser relativ schnell in dem relativ grobporigen Substrat und Nährstoffe werden rasch ausgewaschen. Als <a href="Boden_(Bodenkunde)" title="Boden (Bodenkunde)">Boden</a> entwickeln sich bevorzugt <a href="Podsol" title="Podsol">Podsole</a> oder podsolige <a href="Braunerde" title="Braunerde">Braunerden</a>. Die Sandbodenlandschaften Mitteleuropas sind jedoch nicht vergleichbar mit den relativ kahlen und vermeintlich toten <a href="W%C3%BCste" title="Wüste">Wüsten</a> Afrikas oder Australiens. Da hierzulande ausreichend Wasser vorhanden ist, werden offene Sandflächen relativ zügig von <a href="Pionierpflanze" title="Pionierpflanze">Pionierpflanzen</a>, wie dem <a href="Gew%C3%B6hnlicher_Strandhafer" title="Gewöhnlicher Strandhafer">Strandhafer</a> (<i>Ammophila</i> spp.), der <a href="Sandsegge" class="mw-redirect" title="Sandsegge">Sandsegge</a> (<i>Carex arenaria</i>), dem <a href="Silbergras" title="Silbergras">Silbergras</a> (<i>Corynephorus canescens</i>) und den <a href="Quecken" title="Quecken">Quecken</a> (<i>Agropyron</i> spp.) besiedelt. Später folgen u. a. <a href="Heidekr%C3%A4uter" title="Heidekräuter">Heidekräuter</a> (<i>Erica</i> spp.), die an die relativ trockenen Standorte sehr gut angepasst sind. Unter natürlichen Bedingungen würden sich letztlich <a href="Buche" class="mw-redirect" title="Buche">Buchen</a>- oder <a href="Eiche" class="mw-redirect" title="Eiche">Eichen</a>-<a href="Birke" class="mw-redirect" title="Birke">Birken</a>-Mischwälder entwickeln, die zahlreichen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum bieten.
</p><p>In Mitteleuropa existieren aber kaum mehr ursprüngliche Landschaften. Die Sandböden werden forstwirtschaftlich genutzt und tragen meist <a href="Kiefern" title="Kiefern">Kiefern</a><a href="Monokultur" title="Monokultur">monokulturen</a>, wie in <a href="Brandenburg" title="Brandenburg">Brandenburg</a> oder in der <a href="Altmark" title="Altmark">Altmark</a>. Die offene Landschaft, z. B. der Lüneburger Heide, ist durch Rodung ehemals vorhandener Wälder entstanden und damit ebenfalls eine <a href="Kulturlandschaft" title="Kulturlandschaft">Kulturlandschaft</a>.
</p><p>Da die noch vorhandenen natürlichen Lebensgemeinschaften der Sandlandschaften Mitteleuropas durch den Einfluss des Menschen in ihrem Bestand bedroht sind, werden Maßnahmen getroffen, um sie unter Schutz zu stellen. Ein Beispiel hierfür war der <a href="Biotopverbund" title="Biotopverbund">Biotopverbund</a> <a href="Sandachse_Franken" title="Sandachse Franken">Sandachse Franken</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Übrige_Welt"><span id=".C3.9Cbrige_Welt"></span>Übrige Welt</h4></div>
<p>Nicht nur im humiden Klima Mitteleuropas dienen Sandlandschaften als Lebensraum. Auch in den eher lebensfeindlichen Sandwüsten Afrikas, Asiens und Australiens leben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die sich im Laufe der Evolution an die extremen Bedingungen angepasst haben. Als Beispiel für eine Pflanze ist die <a href="Welwitschie" title="Welwitschie">Welwitschie</a> (<i>Welwitschia mirabilis</i>) zu nennen, die nur in der <a href="Namib_(W%C3%BCste)" class="mw-redirect" title="Namib (Wüste)">Namibwüste</a> vorkommt. Von den <a href="Landwirbeltiere" title="Landwirbeltiere">Landwirbeltieren</a> sind es vor allem die <a href="Schuppenkriechtiere" title="Schuppenkriechtiere">Schuppenkriechtiere</a>, die mit den extremen Bedingungen am besten zurechtkommen. Ein besonders spektakuläres Beispiel ist der <a href="Dornteufel" title="Dornteufel">Dornteufel</a> (<i>Moloch horridus</i>) in der australischen Wüste. Da die Sandflächen tagsüber von der Sonne auf über 60 °C erhitzt werden, bewegen sich zahlreiche Tiere durch den Sand „schwimmend“ fort, u. a. der <a href="Apothekerskink" title="Apothekerskink">Apothekerskink</a> (<i>Scincus scincus</i>) und die <a href="Beutelmulle" title="Beutelmulle">Beutelmulle</a> (<i>Notoryctes</i> spp.) in Australien oder der <a href="Nebeltrinkerk%C3%A4fer" class="mw-redirect" title="Nebeltrinkerkäfer">Nebeltrinkerkäfer</a> (<i>Onymacris unguicularis</i>) in der Namib. Ebenfalls in der Namib lebt der <a href="Namibgecko" title="Namibgecko">Palmatogecko</a>, der die Tageshitze durch <a href="Nachtaktivit%C3%A4t" class="mw-redirect" title="Nachtaktivität">Nachtaktivität</a> umgeht. Seine Füße sind mit Zwischenzehenhäuten ausgestattet, durch die er sein Körpergewicht auf einer größeren Fußsohlenoberfläche verteilen kann und so im lockeren Wüstensand nicht einsinkt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="In_Gewässern"><span id="In_Gew.C3.A4ssern"></span>In Gewässern</h3></div>
<p>Sandiges Sediment tritt am Grund von Seen, Flüssen und küstennahen Meeresregionen auf. Im Hinblick auf seine Funktion als Lebensraum wird es auch als sandiges <a href="Substrat_(%C3%96kologie)" title="Substrat (Ökologie)">Substrat</a> bezeichnet. Die Lebensgemeinschaft, die sich auf sandige Substrate spezialisiert hat, wird <a href="Psammon" title="Psammon">Psammon</a> genannt. Hierbei wird das Makropsammon vom <a href="Mesopsammon" title="Mesopsammon">Mesopsammon</a> unterschieden.<sup id="cite_ref-tardent_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-tardent-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zum Makropsammon gehören strudelnde und sedimentfressende sowie einige wenige räuberische <a href="Wirbellose" title="Wirbellose">Invertebraten</a>. Im Süßwasser sind dies vor allem <a href="Muscheln" title="Muscheln">Muscheln</a> und <a href="Schnecken" title="Schnecken">Schnecken</a>, im Meer auch <a href="Krebstiere" title="Krebstiere">Krebstiere</a>, insbesondere die <a href="Thalassinidea" title="Thalassinidea">Thalassinidea</a> (Maulwurfkrebse), <a href="Vielborster" title="Vielborster">Borstenwürmer</a>, <a href="Seeigel" title="Seeigel">Seeigel</a> und <a href="Seesterne" title="Seesterne">Seesterne</a>.<sup id="cite_ref-tardent_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-tardent-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bauten von Organismen des Makropsammons sind in Sandsteinen fossil überliefert (z. B. <i>Ophiomorpha</i>, <i>Arenicolites</i> oder <i><a href="Skolithos" title="Skolithos">Skolithos</a></i>). Beim Mesopsammon handelt es sich um <a href="Eukaryoten" title="Eukaryoten">Eukaryoten</a> und verzwergte Invertebraten, die im Porenraum des Sediments leben. Dies sind <a href="Wimpertierchen" title="Wimpertierchen">Ciliaten</a>, <a href="Urochordata" class="mw-redirect" title="Urochordata">Urochordaten</a>, <a href="Fadenw%C3%BCrmer" title="Fadenwürmer">Nematoden</a> und verzwergte Vertreter der <a href="Weichtiere" title="Weichtiere">Weichtiere</a>, <a href="Stachelh%C3%A4uter" title="Stachelhäuter">Stachelhäuter</a>, Borstenwürmer und Krebstiere. Im Süßwasser gehören auch Insektenlarven dazu.<sup id="cite_ref-tardent_5-2" class="reference"><a href="#cite_note-tardent-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verwendung">Verwendung</h2></div>
<p>Sand ist, neben <a href="Luft" title="Luft">Luft</a> und <a href="Wasser" title="Wasser">Wasser</a>, die meistgenutzte natürliche Ressource der Erde. Von den jährlich in Bergwerken, Steinbrüchen usw. abgebauten 47 bis 59 Milliarden Tonnen an <a href="Erz" title="Erz">Erzen</a>, <a href="Evaporit" title="Evaporit">Salzen</a>, <a href="Kohle" title="Kohle">Kohlen</a> sowie <a href="Steine_und_Erden" title="Steine und Erden">Steinen und Erden</a> stellen Sande zwischen 68 und 85 Prozent.<sup id="cite_ref-peduzzi2014_9-0" class="reference"><a href="#cite_note-peduzzi2014-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Örtlichkeiten, in denen Sand abgebaut wird, werden als <a href="Sandgrube" title="Sandgrube">Sand-</a> und <a href="Kiesgrube" class="mw-redirect" title="Kiesgrube">Kiesgruben</a> oder -werke bezeichnet.
</p><p>In vielen Wirtschaftszweigen ist Sand ein wichtiger Rohstoff oder Ausgangsstoff für die verwendeten Rohmaterialien. In erster Linie dient er als Baustoff im <a href="Tiefbau" title="Tiefbau">Tief-</a>, <a href="Verkehrswegebau" class="mw-redirect" title="Verkehrswegebau">Verkehrswege-</a> und <a href="Erdbau" title="Erdbau">Erdbau</a>. Des Weiteren stellt Sand einen wesentlichen Zuschlagsstoff (<a href="Gesteinsk%C3%B6rnung" title="Gesteinskörnung">Gesteinskörnung</a>) bei <a href="Baustoff" title="Baustoff">Baustoffen</a> wie <a href="Beton" title="Beton">Beton</a> und <a href="M%C3%B6rtel" title="Mörtel">Mörtel</a> dar, der als gut formbare Masse, auch für die Innen- und Fassadenverzierung von Gebäuden verwendet wird. Im Bauwesen unterscheidet man Grubensande, <a href="Bruchsand" class="mw-redirect" title="Bruchsand">Bruchsande</a>, <a href="Brechsand" class="mw-redirect" title="Brechsand">Brechsande</a>, <a href="Fugensand" title="Fugensand">Fugensande</a>, Flusssande und Meeressande. <a href="Quarzsand" title="Quarzsand">Quarzreicher Sand</a> ist zudem ein Rohstoff für die <a href="Zement" title="Zement">Zementherstellung</a>.
</p><p>Wüstensand hingegen ist für die Bauindustrie nicht brauchbar, da die Sandkörner durch den Wind rund geschliffen sind und sich durch die fehlenden Kanten nicht mehr verhaken können (siehe auch: <a href="#Sand_als_endliche_Ressource">Sand als endliche Ressource</a>).
</p><p><a href="Quarzsand" title="Quarzsand">Quarzsand</a> wird auch als <a href="Strahlmittel" title="Strahlmittel">Strahlmittel</a> beim <a href="Kugelstrahlen" title="Kugelstrahlen">Kugelstrahlen</a> („Sandstrahlen“) eingesetzt. Als Ersatzmittel wird zunehmend feinkörniger <a href="Korund" title="Korund">Korund</a> eingesetzt, da der <a href="Silikastaub" title="Silikastaub">Silikastaub</a> eine <a href="Silikose" title="Silikose">Silikose</a> („Staublunge“) hervorrufen kann. Zudem eignet sich Sand als <a href="Schleifmittel" title="Schleifmittel">Schleif-</a>, <a href="Scheuermittel" title="Scheuermittel">Scheuer-</a> (<a href="Scheuersand" title="Scheuersand">Scheuersand</a>) und <a href="Poliermittel" class="mw-redirect" title="Poliermittel">Poliermittel</a>. Quarzsand ist auch <a href="Rohstoff" title="Rohstoff">Grundstoff</a> für die <a href="Glasherstellung" class="mw-redirect" title="Glasherstellung">Glasherstellung</a>. Ferner dient Quarzsand als Rohstoff für die Gewinnung von reinem <a href="Silizium" class="mw-redirect" title="Silizium">Silizium</a> als Ausgangsstoff für die Fertigung von Bauteilen der <a href="Halbleitertechnik" title="Halbleitertechnik">Halbleitertechnik</a> und <a href="Halbleiterelektronik" title="Halbleiterelektronik">Halbleiterelektronik</a>.
</p><p>Weiterhin wird Sand als <a href="Kiesfilter" title="Kiesfilter">Filtermedium</a> in der <a href="Wasseraufbereitung" title="Wasseraufbereitung">Wasser- und Abwasseraufbereitung</a> sowie in der <a href="Entw%C3%A4sserungstechnik" class="mw-redirect" title="Entwässerungstechnik">Entwässerungstechnik</a> (zum Beispiel bei <a href="Retentionsbodenfilter" title="Retentionsbodenfilter">Retentionsbodenfiltern</a>) verwendet. Sande aus verschiedenen Materialien (Quarz, Korund, <a href="Zirkon" title="Zirkon">Zirkon</a>) dienen als formgebendes Medium beim <a href="Sandformverfahren" title="Sandformverfahren">Sandgussverfahren</a>.
</p><p>Da Sand ein verhältnismäßig großes <a href="Porenvolumen" class="mw-redirect" title="Porenvolumen">Porenvolumen</a> hat, sind unterirdische Sand- und <a href="Sandstein" title="Sandstein">Sandsteinvorkommen</a> wichtig als natürliches Speichermedium für <a href="Trinkwasser" title="Trinkwasser">Trinkwasser</a>, <a href="Erd%C3%B6l" title="Erdöl">Erdöl</a> und <a href="Erdgas" title="Erdgas">Erdgas</a>. Nahe der Erdoberfläche kann Sand auch als <a href="%C3%96lsand" title="Ölsand">Ölsand</a> energiewirtschaftliche und -politische Bedeutung haben.
</p><p>Für den <a href="Fremdenverkehr" class="mw-redirect" title="Fremdenverkehr">Fremdenverkehr</a> ist Sand eine besondere Attraktion, wenn es oberflächliche Sandvorkommen in Form von <a href="Strand" title="Strand">Sandstränden</a> und <a href="D%C3%BCne" title="Düne">Dünen</a> an der <a href="K%C3%BCste" title="Küste">Küste</a> gibt. Zudem findet er als Gestaltungselement in der Landschaftsplanung, im Gartenbau, im Sportbereich und auf Kinderspielplätzen (<a href="Sandkasten" title="Sandkasten">Sandkasten</a>) Verwendung. Gewisse Sandarten eignen sich als Baustoff für <a href="Sandskulptur" title="Sandskulptur">Sandskulpturen</a>.
</p><p>Schienenfahrzeuge verfügen meist über eine <a href="Sandstreueinrichtung" title="Sandstreueinrichtung">Sandstreueinrichtung</a>, aus der Sand auf die <a href="Schiene_(Schienenverkehr)" class="mw-redirect" title="Schiene (Schienenverkehr)">Schienen</a> abgegeben werden kann, um den <a href="Reibungswiderstand" class="mw-redirect" title="Reibungswiderstand">Reibungswiderstand</a> der Schiene während des Bremsvorganges oder Anfahrens des Zuges zu erhöhen. <a href="Winterstreu" title="Winterstreu">Streusand</a> wird im Winter bei <a href="Stra%C3%9Fengl%C3%A4tte" class="mw-redirect" title="Straßenglätte">Glatteis</a> auf Fahrbahnen sowie Rad- und Fußwegen zur Wiederherstellung eines annähernd normalen Reibungswiderstandes des Untergrundes eingesetzt.
</p><p>In der Vergangenheit (17. oder 18. Jahrhundert) wurde Sand als <a href="Schreibsand" title="Schreibsand">Schreibsand</a> (auch Streusand genannt) zum Trocknen der schreibnassen Tinte verwendet, später aber durch <a href="L%C3%B6schpapier" title="Löschpapier">Löschpapier</a> ersetzt.
</p><p>In <a href="Sanduhr" title="Sanduhr">Sanduhren</a> rieselt sehr feinkörniger, gut sortierter, reiner trockener Quarzsand durch eine kleine Öffnung. Ein unter der Bezeichnung <i>Vogelsand</i> gehandeltes Gemisch aus überwiegend feinem Quarzsand wird als <a href="Einstreu" class="mw-redirect" title="Einstreu">Einstreu</a> in Vogelkäfigen verwendet. Es dient nicht nur der Hygiene, sondern unter anderem den Vögeln auch als Verdauungshilfe. <a href="Sandsack" title="Sandsack">Sandsäcke</a> dienen als behelfsmäßiger Hochwasserschutz und als Schutz vor Geschossen im militärischen und zivilen Bereich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sand_als_endliche_Ressource">Sand als endliche Ressource <span id="Peak_Sand"></span></h2></div>
<p>Nur Quarzsande mit bestimmten kompositionellen und texturellen Eigenschaften können in der Bauindustrie zur Herstellung von <a href="M%C3%B6rtel" title="Mörtel">Mörtel</a> und <a href="Beton" title="Beton">Beton</a> verwendet werden. Der jährliche Verbrauch von Sand und <a href="Kies" title="Kies">Kies</a> betrug 2018 rund 40 Milliarden Tonnen (hauptsächlich zur Herstellung von Beton).<sup id="cite_ref-:0_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Durch das weltweite Bevölkerungs- und Städtewachstum und die damit verbundene Bautätigkeit besteht eine große Nachfrage nach geeignetem Sand, dessen natürliche Vorkommen in manchen Regionen fast erschöpft sind. Sand wird nach <a href="Wasser" title="Wasser">Wasser</a> als der nach Volumen zweitwichtigste Rohstoff der Welt betrachtet.<sup id="cite_ref-:0_10-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die große Nachfrage führte bereits zu internationalen Konflikten.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der französische Regisseur Denis Delestrac drehte 2012 den Dokumentarfilm <i>Sand Wars</i> (deutsche Fassung: <i>Sand – die neue Umweltzeitbombe</i>)<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> über die Auswirkungen des Bausandmangels und die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen des legalen und illegalen Sandabbaus und -handels.
</p><p><a href="Indien" title="Indien">Indien</a> ist ein Hauptexportland von Bausand. Dort gehören Berichte über die sogenannte Sandmafia zu den Alltagsnachrichten.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Umweltschützerin <a href="Sumaira_Abdulali" title="Sumaira Abdulali">Sumaira Abdulali</a> hat sich in Indien mit ihrem Kampf gegen die Sandmafia einen Namen gemacht. Ein weiterer Brennpunkt illegalen Sandabbaus ist <a href="Marokko" title="Marokko">Marokko</a>. Dort findet nach einem Bericht der Santa Aguila Foundation aus dem Jahr 2007 der weltweit größte Abbau von Küstensanden statt,<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und Angaben des Deutschlandfunks aus dem Jahr 2016 zufolge seien dort „bereits die Hälfte der Strände widerrechtlich abgetragen worden.“<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aus dem <a href="Viktoriasee" class="mw-redirect" title="Viktoriasee">Viktoriasee</a> wird, ermöglicht durch eine unklare Gesetzeslage, in großem Maßstab Sand für die Großbaustellen im infolge umfangreicher chinesischer Investitionen boomenden <a href="Uganda" title="Uganda">Uganda</a> gefördert, was zu Landverlusten und Konflikten mit den Fischern am See führt.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das <a href="Dubai_(Emirat)" title="Dubai (Emirat)">Emirat Dubai</a> (<a href="Vereinigte_Arabische_Emirate" title="Vereinigte Arabische Emirate">Vereinigte Arabische Emirate</a>) verfügt über viel Sand, doch ist Wüstensand als Bausand nicht gut geeignet: Er ist zu feinkörnig und die Körner sind zu rund. Stattdessen wurde für die zahlreichen lokalen Bauvorhaben bis Anfang der 2010er Jahre Sand vom Meeresboden verwendet, mit schwerwiegenden Folgen für das betroffene <a href="Benthos" title="Benthos">benthische</a> Ökosystem. Außerdem muss Meeressand aufwändig von <a href="Meersalz" title="Meersalz">Salz</a> gereinigt werden, bevor er als Bausand verwendet wird, da sonst die Bewehrung im <a href="Stahlbeton" title="Stahlbeton">Stahlbeton</a> <a href="Korrosion" title="Korrosion">korrodiert</a>.<sup id="cite_ref-peduzzi2014_9-1" class="reference"><a href="#cite_note-peduzzi2014-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Weil diese Vorkommen mittlerweile fast erschöpft sind, importiert Dubai nunmehr Bausand in großem Umfang per Schiff aus <a href="Australien" title="Australien">Australien</a>.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Weltweit werden mit <a href="Grundsaugbagger" title="Grundsaugbagger">Grundsaugbaggern</a> etwa vier bis acht Milliarden Tonnen Sand pro Jahr von den Meeresböden abgesaugt.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In Deutschland regt sich lokal zunehmend Widerstand gegen die Ausweitung des Sandabbaus, durch die unter anderem eine unkontrollierte Zerstörung von Landschaft und Ackerflächen befürchtet wird.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Analog zu „<a href="Peak_Oil" class="mw-redirect" title="Peak Oil">Peak Oil</a>“ wird im Zusammenhang mit der Begrenztheit der Ressource Bausand der Begriff „<i>Peak Sand</i>“ gebraucht.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Negative Effekte des Abbaus weit größerer Sandmengen, als im Zuge des <a href="Gesteinskreislauf" class="mw-redirect" title="Gesteinskreislauf">Gesteinskreislaufes</a> in <a href="Tiefebene" title="Tiefebene">Tiefebenen</a>, an den Küsten und auf den küstennahen <a href="Schelf" title="Schelf">Schelfen</a> wieder akkumulieren können,<sup id="cite_ref-peduzzi2014_9-2" class="reference"><a href="#cite_note-peduzzi2014-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> werden durch anderweitige menschliche Aktivitäten noch verstärkt: Große Stauseen bilden in Gebirgsregionen ausgedehnte künstliche <a href="Sedimentation" title="Sedimentation">Sedimentations</a>räume, in denen sich die in den Oberläufen der Flüsse transportierten Sande ablagern und nicht mehr in die Tiefebenen und <a href="K%C3%BCstengew%C3%A4sser" title="Küstengewässer">Küstengewässer</a> gelangen. Dies verstärkt die natürliche <a href="K%C3%BCstenerosion" title="Küstenerosion">Küstenerosion</a>.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das <a href="Umweltprogramm_der_Vereinten_Nationen" title="Umweltprogramm der Vereinten Nationen">UN-Umweltprogramm</a> fordert deshalb unter anderem ein Verbot von Sandabbau an Küsten.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Bedarf an natürlichen Bausanden könnte durch <a href="Betonrecycling" title="Betonrecycling">Frischbetonrecycling</a> sowie durch die bevorzugte Nutzung von recyceltem <a href="Bauschutt" title="Bauschutt">Bauschutt</a> (sogenannte <i>rezyklierte Gesteinskörnungen</i>) und der feinkörnigen Nebenprodukte aus der Herstellung von <a href="Gesteinsk%C3%B6rnung" title="Gesteinskörnung">Gesteinskörnungen</a> aus <a href="Naturstein" title="Naturstein">Naturstein</a> (Feinsplitt, Brechsand und Gesteinsmehl, engl. zusammengefasst unter der Bezeichnung <i>quarry dust</i>) zur Betonherstellung verringert werden.<sup id="cite_ref-peduzzi2014_9-3" class="reference"><a href="#cite_note-peduzzi2014-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach derzeitigem Stand (2011) kann jedoch nur ein relativ geringer Teil des natürlichen Sandes durch recycelten Betonbruch ersetzt werden, da sonst der <a href="Recyclingbeton" title="Recyclingbeton">Recyclingbeton</a> nicht die gewünschten mechanischen Eigenschaften aufweist.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quietschender_Sand">Quietschender Sand</h2></div>
<p><i>Quietschender Sand</i> (engl. <i>squeaky sand</i>) ist ein <a href="Geologie" title="Geologie">geologisches</a> Phänomen, das an <a href="Sandstrand" class="mw-redirect" title="Sandstrand">Sandstränden</a> auftritt. Sand kann unter gewissen Bedingungen beim Begehen unter den Füßen quietschen.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Quietschender Sand findet sich an Stränden auf allen Kontinenten der Welt. Bedingung sind ein durchlässiger <a href="Baugrund" title="Baugrund">nichtbindiger Untergrund</a>, eine bestimmte Art von Quarzsand ohne Kalkanteil sowie eine bestimmte <a href="Korngr%C3%B6%C3%9Fe" title="Korngröße">Korngröße</a> (etwa 150–500 Mikrometer). Der Sand muss in einer nach Korngrößen geschichteten, sogenannten <i>gestörten Lage</i> (hervorgerufen meist durch Wind) liegen, einen bestimmten Feuchtigkeitsgehalt aufweisen und zu einer glatten und abgerundeten Oberfläche <a href="Verwitterung" title="Verwitterung">verwittert</a> bzw. abgeschliffen sein. Das Quietschen des Sandes entsteht durch mechanische Beanspruchung, also den beim Darüberlaufen eingetragenen <a href="Druck_(Physik)" title="Druck (Physik)">Druck</a> und die dadurch hervorgerufene <a href="Reibung" title="Reibung">Reibung</a> zwischen den Körnern.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Der Strand <i>Squeaky Beach</i> im Südosten <a href="Australien" title="Australien">Australiens</a> wurde nach dem quietschenden Sand benannt.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Es besteht kein Zusammenhang zum <a href="D%C3%BCne#Singende_Dünen" title="Düne">singenden Sand</a>, der in seltenen Fällen vom Wind an Sanddünen hervorgerufen wird.<sup id="cite_ref-:1_28-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es sind kaum mehr als 30 Dünen singenden Sandes in Wüsten und an Stränden in Afrika, Asien und Nordamerika bekannt.<sup id="cite_ref-:1_28-1" class="reference"><a href="#cite_note-:1-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rund_um_den_Sand">Rund um den Sand</h2></div>
<ul><li>2016 wurde Sand von der <a href="Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Geowissenschaften" title="Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften">Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften</a> zum „<a href="Gestein_des_Jahres" title="Gestein des Jahres">Gestein des Jahres</a>“ gekürt</li>
<li>„Weißer“ Strandsand in den Tropen enthält einen hohen Anteil der mineralischen Ausscheidungen von <a href="Papageifische" title="Papageifische">Papageifischen</a><sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Durch <a href="Blitzeinschlag" class="mw-redirect" title="Blitzeinschlag">Blitzeinschlag</a> in Quarzsand kann <a href="Fulgurit" title="Fulgurit">Fulgurit</a> entstehen, ein natürliches <a href="Glas" title="Glas">Glas</a></li>
<li><a href="Sandfang" title="Sandfang">Sandfänge</a> in Fließgewässern und Kläranlagen dienen dem Rückhalt sedimentierbarer Stoffe mit einer höheren Dichte als der von Wasser</li>
<li>„<a href="Sandhose" class="mw-redirect" title="Sandhose">Sandhose</a>“ bezeichnet einen lokalen Luftwirbel mit aufgewirbeltem Sand, großflächig spricht man von <a href="Sandsturm" title="Sandsturm">Sandsturm</a></li>
<li>Der „<a href="Sandmann" title="Sandmann">Sandmann</a>“ im deutschsprachigen Volksmythos streut den Kindern beim Einschlafen „<a href="Schlafsand" title="Schlafsand">Sand in die Augen</a>“. Die Titelfigur der Sendung <i><a href="Unser_Sandm%C3%A4nnchen" title="Unser Sandmännchen">Unser Sandmännchen</a></i> wurde daraus abgeleitet</li>
<li><a href="Sandrose" title="Sandrose">Sandrosen</a> sind natürliche Gebilde aus <a href="Gips" title="Gips">Gips</a> oder <a href="Schwerspat" class="mw-redirect" title="Schwerspat">Schwerspat</a> (Baryt), die aus wässrigen Lösungen im Kornzwischenraum von Sanden auskristallisieren</li>
<li><i>Kinetischer Sand</i> ist ein Indoor-Spielzeug, bestehend aus reinem Quarzsand, der von einem <a href="Silikon" class="mw-redirect" title="Silikon">silikonartigen</a> Bindemittel zusammengehalten wird und wie nasser Sand geformt werden kann<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<p>Regionen, Orte und Straßen, die mit dem Vorkommen, dem Abbau, dem Transport oder der Lagerung von Sand in Zusammenhang stehen oder standen (vgl. <a href="#Verbreitung">Verbreitung</a>), weisen darauf nicht selten durch Namen hin, in denen die Wörter „Sand“ oder stellvertretend auch „Gries“ oder „Grieß“ vorkommen, in Deutschland z. B. <a href="Sandhausen" title="Sandhausen">Sandhausen</a> im Norden der <a href="Oberrheinische_Tiefebene" title="Oberrheinische Tiefebene">Oberrheinischen Tiefebene</a>, <i><a href="Riedern_am_Sand" title="Riedern am Sand">Riedern am Sand</a></i> im Klettgau und das unweit davon gelegene <i><a href="Grie%C3%9Fen_(Klettgau)" title="Grießen (Klettgau)">Grießen</a></i>, in Österreich z. B. <i><a href="Gries_am_Brenner" title="Gries am Brenner">Gries am Brenner</a></i>, die <i>Sandgasse</i> in <a href="Linz" title="Linz">Linz</a>, der Stadtbezirk <i><a href="Gries_(Graz)" title="Gries (Graz)">Gries</a></i> in Graz sowie Straßennamen wie <i>An der Sandgrube</i>. Die große Teile der Norddeutschen Tiefebene prägenden Sandböden werden unter anderem in der ersten Zeile des <a href="M%C3%A4rkische_Heide%2C_m%C3%A4rkischer_Sand" title="Märkische Heide, märkischer Sand">Brandenburgliedes</a> („Märkische Heide, märkischer Sand“) rezipiert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="„Sand“_als_Symbol"><span id=".E2.80.9ESand.E2.80.9C_als_Symbol"></span>„Sand“ als Symbol</h2></div>
<p>„Sand“, als <a href="Rhetorische_Figur" class="mw-redirect" title="Rhetorische Figur">rhetorische Figur</a>, findet sich in vielen <a href="Redewendung" title="Redewendung">Redewendungen</a>. Dabei ist sie oft negativ besetzt:
</p>
<ul><li><i>Jemandem Sand in die Augen streuen</i> für „jemanden täuschen“</li>
<li><i>Etwas in den Sand setzen</i> für „einen Misserfolg verursachen“</li>
<li><i><a href="Getriebe#Redewendung_„Sand_im_Getriebe“" title="Getriebe">Sand im Getriebe</a></i> für „ein gestörter Ablauf“</li>
<li><i>Wie Sand am Meer</i> für „unzählbar große Anzahl“</li>
<li><i>Den <a href="Kopf_in_den_Sand_stecken" title="Kopf in den Sand stecken">Kopf in den Sand stecken</a></i> für „eine Gefahr nicht sehen wollen“ oder „frühzeitig aufgeben“</li>
<li><i><a href="Haus_auf_Felsen_und_auf_Sand_gebaut" title="Haus auf Felsen und auf Sand gebaut">Auf Sand gebaut sein</a></i> für „eine unsichere Grundlage haben“</li>
<li><i>Im Sande verlaufen</i> für „ein ergebnisloses Ende“</li>
<li><i>Wie Sand durch die Finger rinnen</i> für „etwas nicht Greifbares oder Verlorenes“</li></ul>
<p>In Bildfiguren (z. B. <i>Spuren im Sand</i>) ist Sand ein Symbol für die (vergehende) Zeit und für Vergänglichkeit. <a href="Michel_Foucault" title="Michel Foucault">Michel Foucault</a> spricht in den letzten Worten des Buches <i><a href="Die_Ordnung_der_Dinge" title="Die Ordnung der Dinge">Die Ordnung der Dinge</a></i> vom Verschwinden des Menschen „wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand“. Besonders ausdrucksstark in dieser Hinsicht sind <a href="Sanduhr" title="Sanduhr">Sanduhren</a>, zumal sie nur für die Bestimmung endlicher Zeiträume benutzt werden können („die Zeit verrinnt“).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Hans_F%C3%BCchtbauer" title="Hans Füchtbauer">Hans Füchtbauer</a> (Hrsg.): <i>Sediment-Petrologie, Bd. 2: Sedimente und Sedimentgesteine</i>. 4. Auflage. <a href="E._Schweizerbart%E2%80%99sche_Verlagsbuchhandlung" title="E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung">Schweizerbart</a>, Stuttgart 1988, ISBN 3-510-65138-3.</li>
<li>Raymond Siever: <i>Sand. Ein Archiv der Erdgeschichte</i>. Verlag Spektrum der Wissenschaft, ISBN 3-922508-95-2.</li>
<li>Michael Welland: <i>Sand – A Journey Through Science and the Imagination</i>. University Press, Oxford 2009.</li>
<li>Vince Beiser: <i>The World in a Grain: The Story of Sand and How it Transformed Civilization</i>. 2019, ISBN 978-0-399-57644-7.
<ul><li>Deutsche Übersetzung <i>Sand. Wie uns eine wertvolle Ressource durch die Finger rinnt.</i> <a href="Oekom-Verlag" title="Oekom-Verlag">Oekom-Verlag</a> 2021, ISBN 978-3-96238-245-2.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Sand?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Sand</a></span></b> – Sammlung von Bildern</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Sand" class="extiw external" title="wikt:Sand">Wiktionary: Sand</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Sand" class="extiw external" title="q:Sand">Wikiquote: Sand</a></b> – Zitate </div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=4051537-0">Literatur von und über Sand</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20161201133726/http://future.arte.tv/de/sand/sand-zahlen-und-fakten?language=fr">future.arte.tv: <i>Sand: Zahlen und Fakten</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 1. Dezember 2016 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20170422163612/http://www.sand-abc.de/">sand-abc.de</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 22. April 2017 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20131102141708/http://vimeo.com/70616414">vimeo.com: <i>Sand – die neue Umweltzeitbombe</i> (Frankreich 2013, 74 Min.)</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 2. November 2013 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) – deutsche Fassung des Films <i>Le sable – enquête sur une disparition</i> bzw. <i>Sand Wars</i> von Denis Delestrac
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.greenpeace.ch/2014/01/10/ressource-sand/">greenpeace.ch: <i>Ressource Sand, jedes Sandkorn zählt</i></a> – Interview mit Delestrac zum Film</li></ul></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.sandatlas.org/sand-types/">sandatlas.org: <i>Sandatlas</i></a> – Webseite mit einer Übersicht über verschiedene (kompositionelle) Sandtypen sowie die Gesteine und Minerale, aus denen sie entstehen bzw. zusammengesetzt sind (Siim Sepp, Estland)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://sandgrains.com/">sandgrains.com: <i>Microscope Photography of Sand Grains</i></a> – mikroskopische Aufnahmen von Sandkörnern (Gary Greenberg, Hawaii)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.sand.world/sand-sammlung/index">www.sand.world</a> – Online-Sandsammlung (Daniel Helber, Esslingen)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><cite style="font-style:italic">Das Herkunftswörterbuch</cite> (= <cite style="font-style:italic"><a href="Duden#Duden_in_zwölf_Bänden_(2017)" title="Duden">Der Duden in zwölf Bänden</a></cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>7</span>). 5. Auflage. Dudenverlag, Berlin 2014 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=KqvWCgAAQBAJ&pg=PA717&dq=Sand">S. 717</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Sand&rft.btitle=Das+Herkunftsw%C3%B6rterbuch&rft.date=2014&rft.edition=5.+Auflage&rft.genre=book&rft.place=Berlin&rft.pub=Dudenverlag&rft.series=Der+Duden+in+zw%C3%B6lf+B%C3%A4nden" style="display:none"> </span> <i>Siehe auch <a href="Digitales_W%C3%B6rterbuch_der_deutschen_Sprache" title="Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache">DWDS</a></i> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dwds.de/wb/Sand#et-1">„Sand“</a>) und Friedrich Kluge: <cite style="font-style:italic"><a href="Etymologisches_W%C3%B6rterbuch_der_deutschen_Sprache" title="Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache">Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache</a></cite>. 7. Auflage. Trübner, Straßburg 1910 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0007/bsb00070228/images/index.html?&seite=407">S. 385</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Sand&rft.au=Friedrich+Kluge&rft.btitle=Etymologisches+W%C3%B6rterbuch+der+deutschen+Sprache&rft.date=1910&rft.edition=7.+Auflage&rft.genre=book&rft.place=Stra%C3%9Fburg&rft.pub=Tr%C3%BCbner" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">beispielsweise der Sand des <a href="Namib-Sandmeer" title="Namib-Sandmeer">Namib-Sandmeers</a>, siehe Pieter Vermeersch, Cassandra R. Fenton, Florian Kober, Giles F. S. Wiggs, Charles S. Bristow, Sheng Xu: <i>Sand residence times of one million years in the Namib Sand Sea from cosmogenic nuclides.</i> Nature Geoscience. Bd. 3, 2010, S. 862–865, <a href="https://doi.org/10.1038/ngeo985" class="extiw external" title="doi:10.1038/ngeo985">doi:10.1038/ngeo985</a> (alternativer Volltextzugriff: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.researchgate.net/publication/224962541">ResearchGate</a>)</span>
</li>
<li id="cite_note-terzaghi&peck-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-terzaghi&peck_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-terzaghi&peck_3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Karl Terzaghi, Ralph B. Peck: <i>Die Bodenmechanik in der Baupraxis.</i> Springer-Verlag, Berlin·Göttingen·Heidelberg 1961, ISBN 978-3-642-92830-7, S. 32.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">gesamter Absatz nach: Stuart Kenneth Haigh: <i>Thermal conductivity of sands.</i> Géotechnique. Bd. 62, Nr. 7, 2012, S. 617–625, <a href="https://doi.org/10.1680/geot.11.P.043" class="extiw external" title="doi:10.1680/geot.11.P.043">doi:10.1680/geot.11.P.043</a> (alternativer Volltextzugriff: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.researchgate.net/publication/274765037">ResearchGate</a>)</span>
</li>
<li id="cite_note-tardent-5"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-tardent_5-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-tardent_5-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-tardent_5-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">Pierre Tardent: <i>Meeresbiologie: eine Einführung.</i> 3. Aufl., Thieme, Stuttgart 2005, ISBN 3-13-570803-9, S. 145 ff.</span>
</li>
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<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20170820202849/https://www.arte.tv/de/videos/046598-000-A/sand-die-neue-umweltzeitbombe">Sand - die neue Umweltzeitbombe</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 20. August 2017 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), Dokumentarfilm von Denis Delestrac, 2012</span>
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